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Projekte//Projekte//editorial_staff//01. JUNI 2026

Vibe Coding – Wie ich in Rekordzeit ein Tool zur Prozess-Erfassung gebaut habe

Die Demontage der Reibung zwischen Idee und Code: Wie ich per Vibe Coding in einer einzigen, intensiven Session ein komplettes Tool zur Live-Prozesserfassung gebaut habe. Ein Beweis dafür, dass die wichtigste Fähigkeit moderner Entwickler nicht mehr das Tippen von Syntax ist, sondern das radikale Verständnis für das Problem.

Die Art und Weise, wie wir Software bauen, hat sich fundamental verändert. Früher bedeutete eine neue Produktidee: Wochenlanges Setup, Architektur-Diskussionen, Boilerplate-Code schreiben und Datenbanken händisch aufsetzen. Heute gibt es Vibe Coding. In Symbiose mit KI-Modellen steuert man als Entwickler nur noch die Vision, den logischen Fluss und die UX – während die KI die schwere Code-Arbeit im Akkord erledigt.

Nach diesem Prinzip habe ich in einem einzigen, intensiven Sprint ein komplettes Tool zur Prozess-Erfassung hochgezogen. Keine Meetings, keine Blockaden – einfach nur purer Umsetzungs-Fokus.

Das Problem: Analoge Prozesse zu Papier bringen nervt

In vielen Unternehmen – egal ob im Tech-Bereich oder in der Produktion – stehen Teams vor dem gleichen Problem: Prozesse sollen digitalisiert oder optimiert werden, aber niemand weiß genau, wie sie im Detail ablaufen. Die Erfassung ist meistens ein zäher Prozess aus Excel-Tabellen, Post-its und unübersichtlichen Flussdiagrammen.

Was fehlte, war ein radikal simples Tool, mit dem ein Nutzer einen Prozess einfach im Alltag „mitleben“ und Schritt für Schritt auf Knopfdruck erfassen kann – ohne Schulung, ohne Komplexität.

Der Workflow: Im Tunnel mit der KI

Beim Vibe Coding bist du nicht mehr derjenige, der Syntax-Fehler sucht oder Semikolons zählt. Du bist der Architekt und Dirigent. Ich hatte die klare Vision des Tools im Kopf: Ein schlankes Interface, reaktive Zeitleisten, modulare Prozessschritte und ein sauberer Export.

Mein Setup für den Sprint:

  • Der Stack: Ein schnelles Frontend-Framework für sofortige Reaktivität und minimale Latenz.
  • Die Entwicklung: Anstatt stundenlang CSS-Klassen zu schreiben oder API-Endpoints zu verdrahten, habe ich der KI die logischen Bausteine diktiert, den Code in Echtzeit reviewt, angepasst und direkt zusammengesteckt.

Wenn man den Code nicht mehr Buchstabe für Buchstabe selbst tippen muss, verschwindet die Reibung zwischen Idee und fertigem Feature. Das Tool entstand quasi im Vorbeigehen, weil der Fokus zu 100 % auf der User Experience lag.

Das Ergebnis: Prozess-Erfassung ohne Barrieren

Das Tool tut genau das, was es soll, ohne unnötigen Ballast:

  1. Live-Erfassung: Nutzer können per Klick neue Prozessschritte triggern, Zeiten stoppen und Notizen hinzufügen, während der Prozess real stattfindet.
  2. Visuelle Timeline: Die erfassten Daten werden sofort in einer sauberen, chronologischen Kette visualisiert.
  3. Strukturierter Export: Der fertige Prozess lässt sich mit einem Klick exportieren – bereit für die Analyse oder die direkte Übergabe an ein Entwicklungsteam.

Das Fazit: Die neue Geschwindigkeit der Produktentwicklung

Dieses Projekt hat mir wieder einmal gezeigt: Die wichtigste Fähigkeit im heutigen Tech-Umfeld ist nicht mehr das fehlerfreie Tippen von Code, sondern das Verständnis für das Problem und die eiskalte Umsetzung.

Vibe Coding erlaubt es uns, die Distanz zwischen einer Idee im Kopf und einem funktionierenden Tool auf dem Bildschirm auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Am Ende gewinnt derjenige, der ein echtes Problem am schnellsten löst – und genau das macht diese neue Art zu arbeiten möglich.