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Projekte//Projekte//editorial_staff//01. JUNI 2026

Wie wir in den Semesterferien RACLIX gegründet haben

In nur vier Monaten Semesterferien vom 3D-Druck-Prototyp zum marktreifen Hardware-Startup: Wie wir ein modulares, minimalistisches Smartphone-Dock für das Tesla-Cockpit entwickelt, die Produktion in Deutschland aufgebaut und den eigenen Webshop gelauncht haben.

Wer einen Tesla fährt, liebt das cleane Cockpit. Wer im Tesla sitzt und das Smartphone als zusätzliches Dashboard oder Tacho-Display nutzen will, steht vor einem Problem: Wohin damit? Die meisten Halterungen ruinieren das minimalistische Design. Mein Kumpel Sebastian und ich wollten eine Lösung, die sich anfühlt wie ein Originalteil.

Das Ergebnis war RACLIX – ein Unternehmen und ein marktreifes Hardware-Produkt, das wir in nur vier Monaten Semesterferien von null bis zum Launch im eigenen Webshop hochgezogen haben.

Das Problem: Das ungenutzte Cockpit-Potenzial

Das Tesla-Zentraldisplay ist groß, aber für den schnellen Blick auf den Tacho (per Drittanbieter-App) oder die Navigation nicht immer im perfekten Sichtfeld. Der ideale Platz für das Smartphone ist direkt hinter dem Lenkrad.

Es gab jedoch keine Halterung auf dem Markt, die drei Dinge gleichzeitig erfüllte:

  • Absolut minimalistisches Design, das ohne permanente, klobige Aufbauten auskommt.
  • Echte Modularität, die dem Nutzer die freie Wahl lässt.
  • Spurloses Entfernen mit einem einzigen Handgriff.

Der 4-Monate-Sprint: Vom Prototyp zur Serienreife

Ein physisches Produkt in so kurzer Zeit auf den Markt zu bringen, ist ein brutaler Sprint. Während andere in den Semesterferien entspannten, liefen bei uns die 3D-Drucker heiß. Wir haben uns durch unzählige Iterationen getestet, um die Passform für das Cockpit des Model 3 und Model Y perfekt zu treffen. Jedes Zehntelmaß zählte.

Der Durchbruch war das magnetische Basis-Prinzip in Kombination mit einem cleveren Wechselsystem. Wir wollten kein starres Plastikteil verkaufen, sondern maximale Flexibilität bieten. Deshalb haben wir das System modular aufgebaut:

Unser eigenes starkes MagneticDock hält jedes Smartphone bombenfest – wer jedoch kabellos laden will, kann das Dock mit einem Handgriff herausnehmen und ein originales Apple MagSafe-Ladegerät passgenau in die Halterung einsetzen.

Business & Launch ab Tag eins

Parallel zur Hardware-Entwicklung lief das restliche Setup. Ein Unternehmen gründet sich nicht von selbst, und ein Produkt verkauft sich nicht ohne Plattform. Wir haben die logistischen und rechtlichen Grundlagen gelegt, die Produktion (Made in Germany) organisiert und zeitgleich den eigenen Webshop aus dem Boden gestampft.

Vier Monate nach der ersten Skizze ging der Shop online. RACLIX war nicht mehr nur eine Idee auf unserem Schreibtisch, sondern ein echtes Startup mit einem Produkt, das kurz darauf auch von bekannten Tesla-Zubehör-Shops gelistet wurde.

Das Fazit: Hardware-Sprints funktionieren

Das Projekt RACLIX hat bewiesen, dass man keine jahrelangen Entwicklungszyklen oder riesige Konzerne im Rücken braucht, um hochwertige Hardware auf den Markt zu bringen.

Was man braucht, ist der Fokus auf das wesentliche Problem, die Disziplin, Prototypen im Akkord zu testen und die Bereitschaft, das gesamte System – von der Produktion bis zum E-Commerce-Stack – gleichzeitig zu denken und umzusetzen.